Nach zwei Jahren Vorbereitung haben wir im September am ZKM die Ausstellung The Global Contemporary eröffnet, mit über 100 künstlerischen Positionen und einem mehrmonatigen Artists-in-Residence-Programm. TGC soll nicht in der Art einer Biennale eine Übersichtsausstellung zeitgenössischer Kunst und erst recht kein nach regionalen oder sonstigen Vorgaben sortiertes “Inventar” heutiger Kunstproduktion sein, sondern eine diskursive Ausstellung, in der die Wechselwirkungen der Kunstszene mit Ökonomie und Gesellschaft auf verschiedenen Ebenen diskutiert werden können. Wechselwirkungen in dem Sinne, dass die durch Globalisierungsprozesse bestimmte Lebenswelt auch die künstlerische Produktion beeinflusst, sei es durch den Wegfall regionaler Grenzen oder durch die Verschärfung ökonomischer Bedingungen; aber auch in dem Sinne, dass solche Themen von Künstlerinnen und Künstlern aufgegriffen und zum Inhalt und Anlass künstlerischer Praxis selbst werden. Als Co-Kurator bin ich für so einige der Sachen verantwortlich gewesen, die im Ausstellungsraum und auch in der Begleitbroschüre stehen.
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