Gregor Gleiwitz: “a head ago” at Kunstraum: Morgenstraße

Gregor Gleiwitz‘ exhibition in the Kunstraum is a first for us, as we have up till now never used architectonic elements so prominently. His idea was to create situations in which only one of his paintings can be focussed on; the only possibility to compare the individual paintings or to put them in a specific order – or narrative – is to recreate them from memory. This, of course, made the exhibition also quite hard to photograph. But this is good, as Gregor’s paintings should be seen in original, and not via installation shots. Our friend Roland Meyer wrote a fine introduction (“Vom Werden der Bilder”) as to why.

One thought on “Gregor Gleiwitz: “a head ago” at Kunstraum: Morgenstraße

  1. Im Kunstraum Morgenstraße, vor Bildern von Gregor Gleiwitz, erinnerte ich mich an meine erste Begegnung mit Bildern von Pollock, de Kooning und Appel im Stedelijk Museum in Amsterdam vor über 30 Jahren. Ich freute mich damals sehr, endlich …den Zugang zu dieser Malerei gefunden zu haben. Danach schrieb ich, dass das anfängliche Nicht-Verstehen keine Störung, sondern eine Bedingung des Begreifens wäre, dass man diese Bilder ganz anders sehen müsse, ganz aus der Nähe, aus ein paar Zentimetern Entfernung, dass das Betrachten hier eine Art psychophysische Reise über die Leinwand, auf „Pinsel-Pfaden“ durch die Farbe und ihre Materialität bedeutete, dass man das Entstehen des Bildes in sich nachempfinden sollte. Während dieser „Reise“ pendelte ich zwischen der Illusion und dem Konkreten, der „Soheit“ des Bildes und begriff dabei, dass eben darin die Faszination und die Spannung dieser Bilder ihren Ursprung haben.
    Eine Generation später gibt es offensichtlich immer noch diese Reise über die Farb-Felder – mit neuen Landschaften, neuen Aussichten und Entdeckungen.
    Wie kann man es nacherzählen? Wie berichtet man über diese sehr subjektive Erfahrung – so, dass es nicht nur ein Protokoll, wenn auch interessantes, einer Introspektion wäre?
    Der Text von Roland Meyer, der die Ausstellung begleitet, beschreibt sie als eine Suche nach der Bedeutung, die zwischen Form und Prozess, in dem Werden angesiedelt ist. Aus der Beschreibung entsteht eine Art Allegorese, die das Unklare, Nicht-Vollendete, Nur-Geahnte in Worte fasst, und meine Vermutung bestätigt, dass das Wort neben dem Bild nicht nur die Rolle eines Kommentars spielt.

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